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ÖSTLICHE VORSTADT | Weser-Stadion
Di, 06.09.2016 | 12 Uhr

Für Werderspieler Theodor Gebre Selassie war es einerseits ein Heimspiel, andererseits außergewöhnlich, auf einem roten Sofa auf dem grünen Rasen zu sitzen statt flink übers Spielfeld zu flitzen. In der Trainingspause um 12 Uhr stand das von ihm auserwählte Lieblingsmärchen auf dem Spielplan: „Hänsel und Gretel“ auf Tschechisch. Denn in Tschechien wurde Gebre-Selassie als Sohn einer tschechischen Mutter und eines äthiopischen Vaters geboren. Und für die dortige National-Mannschaft tritt er weiterhin in Länderspielen an. Olaf Kretschmer, NDR-Reporter und eingefleischter Werder-Fan, las die deutsche Fassung neben Theo. Der Fußballer wurde etwas nachdenklich als das Märchen zu Ende war: „Ist irgendwie brutaler als ich es in Erinnerung hatte. Vielleicht lese ich meinem kleinen Sohn lieber was anderes vor.“ Kaum war der letzte Satz gesprochen, hielt es die bis dahin andächtig zuhörenden Schulkinder nicht mehr in den Rängen. Runter auf den heiligen Rasen, rauf auf die Weltkarte - und ran an den Star. „Wo ist dein Geburtsort, Theo? Und wo liegt das Land aus dem dein Vater kommt?“ Vor allem aber: „Hast Du Autogrammkarten?“ Viel Zeit blieb nicht, die Mannschaft erwartete Theo schon drüben auf dem Trainingsplatz. Danke fürs Mitmachen!

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